Hier eine neue Kurzgeschichte (bislang noch ganz ohne Titel), vielleicht wird’s auch ein ganzer Roman. Die Idee kam mir vor etwa 3 Wochen und vor knapp 2 Wochen hab ich zu schreiben angefangen. Dies hier ist jetzt nur mal der Anfang, vielleicht stell ich in den nächsten Tagen noch mehr rein (wohin? Richtig nur hier; exklusiv). Genau kann ichs nicht sagen, da ich derzeit an mehreren Sachen arbeite.

 

 

 

Stuttgarter Kurier; Montag 15.Juni 2009

Polizei findet zwei Leichen in Keilstraße

Gestern Abend fand die Polizei in einer Zweizimmerwohnung in der Keilstraße die Leichen einer jungen Frau und eines jungen Mannes. Nach ersten Informationen der Polizei starben beide Opfer durch einen Kopfschuss. Die vermeintliche Tatwaffe habe man am Tatort vorgefunden, so ein Sprecher der Stuttgarter Polizei. Ob es sich hierbei um eine Beziehungstat handelt sei noch nicht sicher. Die Polizei bittet um Hinweise über besondere Beobachtungen in den letzten Tagen in der Keilstraße und Umgebung.



Stuttgarter Kurier; Dienstag 16.Juni 2009

Tote in Keilstraße: Polizei geht von Beziehungstat aus

Die Stuttgarter Polizei gab gestern erste Erkenntnisse über die Ermittlungen zum Fall der beiden Toten in der Keilstraße.
Rückblick: Vorgestern fand die Polizei in der Wohnung einer 21 Jährigen Studentin zwei Leichen, eine davon war die Mieterin selbst, die andere die eines 23 Jährigen Kellners.
Die Polizei ging hierbei einen Hinweis der Schwester der 21 Jährigen nach, die seit zwei Tagen ihre Schwester nicht mehr erreichen konnte und sich deswegen Sorgen machte.
Als die Polizei die Wohnung öffnen ließ, bot sich ihr ein grausames Bild: In der Küche lagen in einer riesigen Blutlache die beiden Toten, die beide wohl durch einen Kopfschuss getötet wurden.
Da man in der Hand des 23 Jährigen Kellners die Tatwaffe fand, geht die Polizei derzeit von einer Beziehungstat aus, so der leitende Ermittler Christian Frank. Dies sei allerdings keineswegs endgültig sicher, die Ermittlungen seien noch lange nicht abgeschlossen, da man auch noch nicht genau wisse in welcher Beziehung die beiden Opfer genau zueinander standen. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand geht man aber davon aus, dass der 23 Jährige die 21 Jährige Studentin aus verschmähter Liebe erschoss und die Waffe anschließend gegen sich selbst richtete.
Nähere Details zu der Tat und zu den Opfern will die Polizei heute Nachmittag auf einer Pressekonferenz bekannt geben.


Stuttgarter Kurier; Mittwoch 17.Juni 2009

Gestern Nachmittag gab die Polizei auf einer Pressekonferenz nähere Details zu den beiden Todesopfern in der Keilstraße bekannt. Bei der Toten handelt es sich die 21 Jährige Germanistik-Studentin Franziska M., in deren Wohnung die Tat sich ereignete. Der Tote ist der 23 Jährige Kellner Stefan L., der nur ein paar Straßen entfernt in einer schäbigen Einzimmerwohnung gelebt hat. Die Polizei geht nun mit ziemlicher Sicherheit davon aus, dass Stefan L. zuerst Franziska M. erschoss und anschließend sich selbst. „Wahrscheinlich aus verschmähter Liebe,“ vermutet der leitende Ermittler Christian Frank. Zudem sei Stefan L. schon des öfteren polizeilich auffällig geworden, allerdings bislang nur wegen kleinerer Delikte wie Diebstahl, Drogenbesitz oder Einbruch. „Ein Mord passt zwar nicht in das bisherige Täterbild von Stefan L, aber für so eine gescheiterte Existenz ist ein solcher Schritt nicht ungewöhnlich,“ so Christian Frank weiter. Die Ermittler gehen davon aus, dass Stefan L. Franziska M. begehrte beziehungsweise dass beide eine kurze Affäre hatten, aber Franziska M. letztlich Stefan L. eine Abfuhr erteilte. „So traurig es klingt- aber wir gehen davon aus, dass Stefan L. diese Abfuhr nicht verkraftet hat und sich an Franziska M. rächen wollte. Da er die Konsequenzen seiner Tat fürchtete, sowohl die strafrechtlichen als auch die persönlichen, denn immerhin hat er selbst seine Geliebte erschossen, sah er keinen anderen Ausweg mehr und richtete die Waffe schließlich auch gegen sich selbst.“ Die Nachbarn konnten von dieser Tat nichts mitbekommen, da auf der Pistole ein Schalldämpfer befestigt war. Die Ermittlungen der Polizei werden wohl noch bis zur nächsten Woche anhalten, da man die persönliche Beziehung der Toten noch genauer durchleuchten möchte, um den aktuellen Entwicklungsstand zu bestätigen.


Stuttgarter Kurier; Donnerstag 18.Juni 2009

„Mein Sohn ist kein Mörder“

Mit diesen Worten meldet sich jetzt die Mutter Christa L. des „Keilstraßen-Mörders“ Stefan L. zu Wort. „Sicher hat mein Sohn in der Vergangenheit ein paar kleinere Vergehen begangen, aber deswegen ist er doch noch lange kein Mörder. Ich bin wirklich entsetzt über das was passiert ist. Mir ist auch unerklärlich wie die Polizei auf diese Vermutungen kommt.“ Christ L. erzählt unter Tränen über die schwere Kindheit ihres Sohnes und die auch anschließend schwierige Zeit. „Er ist immer wieder an die falschen Leute geraten, aber er wurde immer für seine Taten bestraft und bereute diese immer. Aber Mord? Nein, sowas macht der Stefan nicht.“ Christa L. glaubt nicht, dass ihr Sohn Katharina M. getötet hat. Vielmehr glaubt sie, dass man ihren Sohn die Tat in die Schuhe schieben will. In einer ersten Stellungnahme der Polizei wies der leitende Ermittler die Aussagen von Christa L. als „lächerlich, aber aus der Sicht einer Mutter für durchaus verständlich“ zurück.



Stuttgarter Kurier; Montag 22.Juni 2009

Wende im Mordfall Keilstraße?

Bahnt sich im Mordfall der getöteten Studentin in der Keilstraße eine Wende an? Wie die Polizei gestern bekannt gab, sollen nun doch beide Leichen obduziert werden, nachdem man bei der medizinischen Untersuchung des Leichnams der 21 Jährigen Studentin eine kleinen Einstich im Oberarm, möglicherweise durch eine Spritze festgestellt hat. Bei der Untersuchung kam man des weiteren zum eindeutigen Ergebnis, dass der vermeintliche Täter Stefan L. sein Opfer vor der Tat nicht sexuell missbraucht hat, zumindest fand man keinerlei Spuren am Leichnam der Studentin. Der ermittelnde Kommissar Christian Frank geht dennoch weiterhin von einer Beziehungstat aus. Auch Gerüchte über einen Selbstmord von Franziska M. und Stefan L. wies Christian Frank zurück. Diese Spekulationen kamen auf, nachdem Freundinnen von Franziska M. aussagten, dass diese in der letzten Zeit oftmals traurig und niedergeschlagen wirkte, wenngleich ihre Freundinnen betonten, dass sie einen Selbstmord für ausgeschlossen halten. Aus dem Freundeskreis von Stefan L. gab es ähnliche Aussagen, er soll sogar schon mal konkrete Selbstmordpläne geäußert haben. „Wenn sich jeder umbringen würde, der traurig wirkt, dann lebt auf diesem Planeten bald kein Mensch mehr,“ so Christian Frank, „aber den Selbstmord von Stefan L. bestreiten wird ja auch gar nicht, nur dass er halt davor noch Franziska M. mit sich in den Tod riss. Ein Mörder ist er auf jeden Fall, ob nur von seinem eigenen Leben, werden die weiteren Ermittlungen zeigen.“



Stuttgarter Kurier; Mittwoch 24.Juni 2009

Neue Spur im Mordfall Keilstraße

Die Obduktion der beiden Todesopfer in der Keilstraße hat ergeben, dass beide Opfer kurz vor ihren Tod jeweils eine hohe Menge Schlaftabletten genommen haben. Die Dosis hätte zweifelsohne zum Tod geführt, sofern man die beiden Opfer nicht innerhalb von 12 Stunden gefunden und ihnen den Magen ausgepumpt hätte. Zudem hatten beide Opfer Opium im Blut. Auf diese Spur war man bei der medizinischen Untersuchung der Opfer gekommen, da man bei der 21 jährigen Studentin Katharina M. einen Einstich, der von der Opium Spritze stammt fand. Auch bei Stefan L. fand man Opium im Blut, neben deutlichen Spuren von Heroin, wovon der 23 jährige wohl schon seit längeren abhängig war. Diese neuen Erkenntnisse stützen die Theorie eines Selbstmordes, die in den vergangenen Tagen aufgekommen war, nachdem es aus den Freundeskreisen der beiden Opfer dementsprechende Aussagen gab. „Allerdings müssen diese neuen Erkenntnisse noch lange nicht als sichere Beweise eines Selbstmordes angesehen werden,“ so Christian Frank, der leitende Ermittler. „Wir sind vielmehr der Ansicht, dass Stefan L. den Mord an Franziska M. wie einen Selbstmord aussehen lassen wollte. Aber nachdem er die von ihm begehrte getötet hatte, sah er keinen anderen Ausweg mehr und brachte sich selbst auch um. Die neuen Erkenntnisse stützten unsere Vermutungen also. Aber genaueres können wir derzeit noch nicht sagen, da wir noch keinen Abschiedsbrief gefunden haben.“ Ob es sich nicht doch um einen Selbstmord beider Opfer handelte, müssen nun die Auswertungen der persönlichen Daten der beiden zeigen.



Stuttgarter Kurier; Freitag 26.Juni 2009

Tod in der Keilstraße- Es war wohl doch Selbstmord

Die Ermittlungen im Mordfall Keilstraße sind seit gestern abgeschlossen. Wie ein Sprecher der Polizei gestern bekannt gab, geht man nun doch von einen Selbstmord beider Opfer aus. Die Ermittlungskommission, unter Leitung von Christian Frank, ging bis zuletzt davon aus, dass Stefan L. zuerst Katharina M. und dann sich selbst tötete. Nachdem man nun aber die persönlichen Daten der beiden Toten auswertete, kam man zu der als sehr sicher anzusehenden Erkenntnis, dass es sich um einen gemeinsamen Selbstmord handelte. „Die E-Mails und Chatprotokolle, die wir auf den Rechnern der beiden Opfer fanden, deuten ganz klar darauf hin, dass es sich um einen vereinbarten gemeinsamen Selbstmord handelt. Wir haben die Daten von Gutachtern überprüfen lassen und diese können auf Basis anderer Schriftstücke mit großer Sicherheit sagen, dass diese Daten echt sind und nicht nachträglich gefälscht wurden,“ so Karl Lehen, Leiter der Kriminaltechnischen Untersuchung. Die Polizei will im Laufe der nächsten Tage die E-Mails der Opfer veröffentlichen.



Stuttgarter Kurier; Dienstag 30.Juni 2009

Selbstmord in der Keilstraße- E-Mails veröffentlicht

Die Polizei veröffentlichte jetzt die E-Mails der 21 Jährigen Katharina M. und des 23 Jährigen Stefan L., die sich beide gemeinsam das Leben nahmen. „Diese Ansicht ist nach Einsicht der Daten wohl unausweichlich,“ so Christian Frank, der leitende Ermittler in dieser Sache, der bis zuletzt von einem Mord des 23 Jährigen Kellners ausging. Ermittlungsfehler, wonach man viel früher auf gemeinschaftlichen Selbstmord hätte kommen können, wies Frank entschieden zurück. „Unsere Ansicht war keineswegs abwegig, sondern eigentlich sogar sehr wahrscheinlich. Dass es nun doch Selbstmord war, konnte ja keiner ahnen, aber ändert letztendlich auch nicht mehr viel. Hätten die beiden Toten einen Abschiedsbrief verfasst, hätte uns das haufenweise unnötige Arbeit erspart.“

Wir haben exklusiv die traurigen und schockierenden E-Mails der beiden Opfer vorliegen und wollen ihnen diese natürlich nicht vorenthalten.