Aus dem Tagebuch eines Studierenden- Tankstellenbegegnungen I

Als ich an einem nicht mehr sonnigen (jeder hat mal Feierabend) Abend letzte Woche meinem kleinen Wägelchen (ohne Wohn-) ein paar Literchen feinstes Getränk zum Preise von 1 Euro und 26 Cent den Liter gönnte, hörte ich folgendes faszinierende „Gespräch“ in der Tankstelle zwischen den Kassierer und einem LKW-Fahrer, beide wohl in Etwa Mitte dreißig. Der LKW Fahrer kaufte sich neben einem Sixpack Bier und drei Schachteln Zigaretten noch ein Hochglanzmagazin, welches dann doch eher für die männlich Zielgruppe konzipiert ist. (Und ja, ich dachte mir in dem Moment, was für ein Klischee- Trucker, Bier, Zigaretten, Playboy). Als der Trucker bezahlt hat, wünscht ihm der Kassierer „noch einen schönen Abend.“ Der Trucker schaut ihn an, grinst leicht und sagt dann: „Werd ich haben,“ und zeigt auf seine Waren die noch auf der Kasse liegen. „Ein paar Bierchen und dann mal schön gemütlich auf die Couch und dann mach ichs mir mit meiner Literatur hier gemütlich.“ Der Kassierer schaut ihn kurz an und sagt dann „Naja, wenn ich heute Nacht heim komm, zieh ich mir auch erst mal nen Film rein, weil meine Alte ist nicht da. Kann se wenigstens nicht rumstressen.“ „Ne Alte brauch ich gar nicht, für was hab ich zwei Hände.“ „Ja schon, aber zwischendrin mal einen wegstecken ist auch nicht verkehrt.“ „Naja, ich packs dann mal mit meinem Trucker Menü hier.“ „Viel Spass dann.“ Ich war an der Reihe und ganz fasziniert über diese Unterhaltung. Ich zahlte mein Benzin und ging wieder. Ohne Bier. Ohne Zigaretten. Ohne Hochglanzmagazin. Dafür fasziniert.

Studierender am 18.5.09 09:28

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(18.6.09 20:46)
an welchen tankstellen treibst du dich rum?


(18.6.09 20:47)
achja, der kommentar stammt von deinem bruder

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