Seitenbearbeitung

Endlich, endlich mal wieder die Seite bearbeitet. Paar neue Texte online und bisherige Inhalte bearbeitet. Die Abteilung für die ab 18.Jährigen findet sich nur versteckt, aber dafür gibts da dann gute Sachen. Was bin ich heut wieder für ein Schelm. Wahnsinn

Admin am 27.8.09 12:51, kommentieren

Dafür zahl ich gerne... Vol. I

... Nachtprogramm öffentlich-rechtlicher Radiosender

1 Kommentar Iro?Nie! am 24.8.09 01:42, kommentieren

Playlist der Woche

Farin Urlaub- Sonne
Kings of Leon- Sex on fire
Tomte- Der letzte große Wal
Nada Surf- Blonde on blonde
Russ Ballard- The fire still burns
Cranberries- Liar
Eagles- Hotel California
Everlast- What it´s like
Meat Loaf- White trash
Michael Andrews- Mad world
Mosermeyerdöring- Watching the daybreak
Starsailor- Alcoholic
The Animals- The House of the rising sun
Klee- Gold
Die Ärzte- Deine Schuld
Die Sterne- Was hat dich bloß so ruiniert
Sportfreunde Stiller- Der Titel vom nächsten Kapitel
Readymade- The day we killed love
Hansen Band- Baby Melancholie
Fotos- Giganten

1 Kommentar Högi am 16.8.09 00:07, kommentieren

Kurzgeschichte: Ein Star- Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Ich bin ein Star. Naja, nicht wirklich. Aber ich bin überzeugt, dass in mir ein wahrer Star schlummert. Vor allem seh ich auch aus wie ein Star. Doch, wirklich, das sagen viele zu mir, naja gut einige sinds auf jeden Fall. Und die sagen mehrheitlich, wenn ich sie frage, wem ich ähnlich schaue, wenn ich ihnen dementsprechende Hilfe gebe Hansi Hinterseer. Ja genau, der Hansi Hinterseer, der Volksmusiker. Richtig, Sportler war er früher auch mal, aber das ist ja nur sekundär. Singen, das kann er wirklich richtig gut. Jetzt könnten sie natürlich einwenden, dass das ja alles immer nur Playback ist und blablabla. Sicher ist das Playback, aber nur wirklich gute Sänger können sich Playback erlauben. Und außerdem muss das ja auch alles erst mal jemand einsingen. Sicherlich kann man da vieles technisch nachbearbeiten, aber das ist bei solchen Größen wie Hansi Hinterseer einfach nicht notwendig. Es gibt Leute die könnens und es gibt Leute, die es nicht können. Der Hansi Hinerseer kanns richtig gut. Und er sieht so aus wie ich, oder ich so wie er. Können sie jetzt sehen wie sie wollen. Ich war allerdings früher nicht Sportler. Wobei ich aber trotzdem sportlich bin. Spiel seit 30 Jahren im Verein Fussball. Seit 30 Jahren beim SV Hückelolg. Zentrale Stürmer und schon immer der Garant für Tore, wenn ich denn spielen darf. Ist leider nicht mehr ganz so oft. Aber zum professionellen Sportler hats nie so ganz gereicht, leider. Nach der Hauptschule- erfolgreich abgeschlossen- hab ich bei ner Baufirma ne Ausbildung gemacht. Heute bin ich bei ner Firma, die sich auf Brückensanierung spezialisiert hat. Is ne schöne Arbeit, abwechslungsreich, wenngleich doch auch ein wenig monoton mit der Zeit. Klar, die Brücken sind immer andere, wobei es auch da dominierende Typen gibt, aber ich möchte sie jetzt nicht mit irgendwelchen Fachvorträgen langweilen, aber trotzdem ähnelt eine Brücke einer anderen dann doch sehr. Aber gut das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall sehe ich aus wie Hansi Hinterseer und seitdem ich das bemerkt habe beziehungsweise seitdem ich dann auch endlich meine Gesichtsfarbe so schön dunkel und meine Zähne so strahlend weiß hinbekommen habe, versuch ich ja auch im Schlagergeschäft Fuß zu fassen. Das ist echt nicht leicht. Aber ein super Geschäft- wirklich ehrlich und wer gute Leistung bringt, kommt nach oben. Meistens zumindest, bei mir trifft das nicht so ganz zu, noch nicht. Aber ich bin auf einem guten Weg. Auf den Baustellen sing ich gerne Lieder von Hansi Hinterseer, manchmal auch von Marianne und Michael, wobei ich mir deren Texte nicht so gut merken kann. Meine Kollegen stört das nicht, naja gut einige tolerieren meinen göttergleichen Gesang halt. Siggi, unser Vorarbeiter sagt immer zu mir wenn ich singe, dass ich mit meinem elendiglichen Gejaule aufhören soll, sonst wirft er mich die Brücke runter. Und Tommy, ein anderer Kollege meinte gestern, dass bei meinem Gesang nicht mal mehr die Milch sauer werden will. Jaja, wir haben schon immer viel Spaß zusammen. Wir haben uns auch alle echt total gern und meine Kollegen unterstützen mich, wo sie können. Allerdings darf ich mittlerweile nur noch singen, wenn alle unsere Geräte laufen, was dann sehr laut ist, dann hört man mich halt leider nicht so gut. Aber Siggi meinte, wenn ich in den ruhigen Momenten singe, dann können sich die anderen nicht konzentrieren und das wäre natürlich auch schlecht und das will ich ja natürlich auch nicht. Wir haben ja auch einen wichtigen Job. Ich liebe diesen Job, aber trotzdem will ich groß rauskommen. Jetzt dann muss ich mal meinen Manager anrufen, der soll mir für heute Abend in einem flotten Ausgehtempel noch nen Gig klarmachen. Gig sagen wir Künstler zu einem Auftritt, ist also quasi so ne Art Fachausdruck. Ich bin mir sicher in diesem Jahr komm ich noch ganz groß raus.

3 Kommentare Högi am 8.8.09 15:10, kommentieren

GMX- einmalig

diesen hinweis hab ich gerade gelesen: "Bitte legen Sie sich jetzt ein neues Passwort an! Wir fordern - einmalig - alle GMX Nutzer auf, ihr Passwort zu ändern." diese aufforderung ist sogar so einmalig, dass ich sie heute bereits zum dritten mal gelesen habe und gestern auch schon zwei mal und da hab ich wohlgemerkt beim ersten mal mein passwort geändert, weil mir 123 mittlerweile dann halt doch zu komplex wurde, denn immerhin sind ja ferien, auch wenn es diese ja überhaupt gar nicht gibt

Högi am 6.8.09 12:56, kommentieren

Spurenfragmente II

Element 1 

Es ist spät und es ist früh. Ich war tanken. Zuerst mein Auto. Dann mich. Teuer und ausführlich. Beides. Alles zusammen. Happy Hour macht das Saufen noch schöner. Zwei Drinks zum Preis von einem. Einen für mich, einen für dich, schöne Frau. Du hast einen Freund? Na und. Stört doch nicht beim Feiern. Und schon gar nicht beim Trinken. Alkohol löst Blockaden. Alkohol macht Frauen willenlos. Und willig. Beides gut. Schöner Abend. Tanzen bis ins Morgengrauen. Das Grauen am Morgen. Aber Zukunftsmusik. Tanzen, trinken, trinken, tanzen. In der Reihenfolge und auch anders. Hauptsache nur nicht aufhören. Die Nacht ist noch lang. Aber zu kurz um zum trinken aufzuhören. Mein Kopf dröhnt. Der Kopf wird schwer. Scheißegal, durchhalten, weitermachen. Noch mehr Getränke, Nachschub, Nachschub. Nachschub darf jetzt nicht abreißen. Mein Bekanntschaft wird immer schöner. Schön saufen? Blödsinn, sie ist einfach schön. Zumindest jetzt und heute Nacht noch. Morgen früh? Scheißegal. Morgen ist ein neuer Tag. Beziehungsweise eine neue Nacht. Neue Nacht, neue Bekanntschaft. Aber auch erst morgen. Jetzt wieder die Schwazrhaarige. Oder waren ihre Haare braun? Wo ist sie denn? Da ist sie ja. Richtig, blond. Egal, weitermachen. Tanzen und trinken. Die unschlagbare Kombination. Langsam wird’s Zeit fürs Bett. Zu mir? Oder zu dir? Klassische Frage. Auf geht’s.

Element 3

Nervige Typen. Jeden Abend wieder. Nervt. Gewaltig sogar. Selber Schuld, wenn man jeden Abend wiederkommt. Muss aber sein. Ich muss tanzen. Und ich muss trinken. Vor allem trinken. Ein Abend ohne Feiern ist ein schlechter Abend. Und ein Abend ohne Trinken sowieso. Als Frau kommt man billig durch den Abend. Typen nett anschauen. Bambi-Blick. Und dann- saufen für umsonst. Klappt immer. Naja, fast immer. Heute schon wieder. Ein riesiger Prolet. Bestellt ohne Ende. Es läuft. Zumindest für mich, weil ich meinen Alkohol bekomme. Meine Droge. Und das zum Glück in hohem Maße. Für den Typen läufts nicht. Er schaut mich ganz geil an. Geht in Gedanken schon unsere Nacht durch. Unsere Nacht wird’s nicht geben. Mit wem auch immer er heute Nacht das Bett teilen wird- ich werde es nicht sein. Es brauchts ja noch nicht zu wissen. Erst noch weitertrinken. Dann nach Hause. Alleine. Auf jeden Fall ohne diesen Typen. Aber das Mädel hinter der Bar ist ganz schön. Sie gefällt mir. Frauen sind schöner als Männer. Viel schöner. Nicht schwierig- Männer sind zum Vergessen. Aber zumindest für Freigetränke gut. Mehr auch nicht.

Element 3

Ich hasse diesen Job. Immer dieselben Irren. Heute wieder Nachtschicht. Die ganze Nacht über Streife. Autofahrer kontrollieren. Immer dasselbe. Rumfahren und auffällige Autofahrer suchen. Hinterherfahren und beobachten. Dann rausziehen. Immer dasselbe. Guten Abend. Alkohol getrunken. Medikamente genommen. Vielleicht noch kontrollieren. Eigentlich ist es mir egal. Sollen sie doch fahren. Sie werden schon wissen was sie tun. Wenn nicht- ihr Problem. Vorher wieder so einer. Total betrunken. Und sehr aggressiv. Hat uns vollgelabert mit Unsinn. Hat ne Frau kennengelernt und ich haufenweise Getränke ausgegeben. 150 Euro hat er heute Nacht mit ihr versoffen. Respekt. Wollte die Tussi wohl mit nach Hause nehmen. Aber auf einmal war sie weg. Typisch. Gibt so ein paar Frauen. Lassen sich volllaufen auf Kosten von notgeilen Typen. Und verpissen sich dann. Recht haben sie.

Element 4

Der Alkohol läuft. Die Stimmung ist gut. Ein guter Abend. Für den Laden. Für den Chef. Für mich auch. Gutes Trinkgeld. Von Alkoholleichen. Entweder jetzt schon oder bald. Nüchtern kommt hier keiner raus. Außer mir. Eine muss nüchtern bleiben. Ich mach das. Ich kann das. Hoffentlich. Wär das erste Mal. Diese Job geht an die Substanz. Meine Substanz besteht bald nur noch aus Alkohol. Macht nichts. Mir schon. Lange mach ich das nicht mehr mit. Mein Körper vielleicht auch nicht. Aber der zählt nicht. Aber ich mag nicht mehr. Anderer Job? Was denn? Hauptschule abgebrochen. Erste Lehre abgebrochen. Zweite auch. Dritte gar nicht mehr probiert. Unqualifiziert. Und unglücklich. Zug oder Brücke? Auf jeden Fall noch heute Nacht.

Once am 25.5.09 13:58, kommentieren

Spurenfragmente I

Es ist spät. So spät, dass es schon wieder früh ist. Es ist ruhig, ganz ruhig. Fast. Es ist Kein Lärm von Autos, keine Arbeitsgeräusche, die Musik ist verstummt. Die Vögel singen. Die Vögel singen nicht mehr. Sie schreien sich ihre Seelen aus dem gefiederten Leib. Ruhestörung. Anzeigen. Verklagen. Einsperren. In Käfige. Wie Häftlinge. Lebenslänglich. Tierquälerei. Es ist ruhig, alles schläft, alles steht auf. Der GEZ-Mann in der Hoffnung auf viele neue Sünder. Der Polizist in Erwartung neuer Staftaten. Die Politesse spitzt ihren Bleistift. Der Metzger wetzt die Messer. Der Soldat lädt das Gewehr. Die Prostituierte schläft noch. Der Banker ist auf dem Weg zur Frau. Die Bankräuber sind schon vor der Bank. Scheiß-Job. Der Wunsch nach Bestrafung. Hass. Hass. Hass. Der Mörder wird heute bestraft. Das Volk ist froh. Das Volk ist sauer. Der Manager ist nochmal davon gekommen. Eine Million Geldstrafe. Dafür aber 2 Millionen Steuern gespart. Glück gehabt. Bestochen. Kollateralschäden am Sozialsystem. Scheißegal. Mir geht’s gut. Hauptsache. Den Reichen geht’s immer gut. Dafür sorgt die Regierung. Sie ist um uns besorgt. Sie sind welche von uns. Sie sind unsere Vertreter. Eure? Lächerlich. Nichts ist ruhig, alles ist wach. Wenn im Atomkraftwerk was schiefgeht ist wieder alles ruhig. Wenigstens ist dann alles schnell vorbei. Atomkraftwerk neben Wohngebiet. Alles klar. Logik, wo bist du geblieben? Die Vögel schreien schon vor Angst. Zu spät. Endlich vorbei.

1 Kommentar Once am 19.5.09 12:55, kommentieren